Mit der feierlichen Grundsteinlegung haben die Bauarbeiten für das neue Verwaltungsgebäude der Regionaldirektion Westfalen-Lippe der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen (UK NRW) in Münster begonnen. Nach der erfolgreich begleiteten Generalübernehmer-Vergabe im vergangenen Jahr freuen wir uns sehr, dass unser Team das zukunftsweisende ÖPP-Projekt auch in der Realisierungsphase weiter unterstützen darf.
Moderne Arbeitswelten auf 6.800 Quadratmetern
Am 12. März 2026 legten Vertreterinnen und Vertreter der Unfallkasse NRW, von Goldbeck Public Partner und der Goldbeck-Niederlassung Münster gemeinsam mit geladenen Gästen aus Wirtschaft und Verwaltung den symbolischen Grundstein für den Neubau. Die feierliche Veranstaltung markierte den offiziellen Start der Hochbauphase, in der das bestehende Gelände schrittweise umgestaltet wird. Zwischen Salzmannstraße und Regina-Protmann-Straße in Münster entsteht in den kommenden Monaten ein hochmodernes Büro- und Verwaltungsgebäude mit einer Bruttogeschossfläche von rund 6.800 Quadratmetern. Der Neubau wurde vom Architekturbüro MAAS & PARTNER entworfen und wird von Goldbeck als Generalübernehmer realisiert.
Ziel der UK NRW ist es, für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sichere, gesunde und zukunftsfähige Arbeitswelt zu schaffen. „Unser bisheriges Verwaltungsgebäude aus den siebziger und achtziger Jahren erfüllt nicht die heutigen Anforderungen an Energieeffizienz, Barrierefreiheit und moderne Arbeitsformen“, erklärt Michael Stock, Geschäftsführer der Unfallkasse NRW. „Mit dem Neubau entsteht ein zukunftsfähiges Gebäude, das sich stimmig in die Nachbarschaft einfügt.“ Eine effiziente Flächenverteilung und smarte, flexible Raumkonzepte bilden dafür die Basis. Für die Mitarbeitenden entstehen 220 Arbeitsplätze, die neben Shared-Desk-Lösungen und Aspekten des New Work auch Einzel- und Doppelbüros umfassen. Das Raumkonzept umfasst zudem Seminar-, Veranstaltungs- und Besprechungsräume für eine flexible Nutzung.
Eine besondere logistische Herausforderung des Projekts: Der laufende Geschäftsbetrieb am Standort Münster wird während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt aufrechterhalten. Eine Interimslösung sorgt dafür, dass die rund 288 Mitarbeitenden weiterhin am Standort arbeiten können. Hierfür wurden bestehende Büroflächen umgebaut und mit zusätzlichen Arbeitsplätzen ausgestattet.
Energiegewinnung durch die Gebäudehülle
Das Architekturbüro MAAS & PARTNER aus Münster hat den Neubau so geplant, dass er sich an den städtebaulichen Ursprüngen des Standorts und der Hauptverwaltung in Düsseldorf orientiert. Die Fassade erhält werkseigene Alu-Kassetten aus dem Goldbeck-System. Zudem werden bauwerksintegrierte Photovoltaik-Module (BIPV) installiert. Die BIPV-Module sind Teil der Gebäudehülle und übernehmen zugleich Energiegewinnung, Schutzfunktion und architektonische Gestaltung. Darüber hinaus erfüllt das Gebäude hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit: Mit dem Standard Energiegebäude 40 (EGB 40) liegt der Primärenergiebedarf deutlich unter den üblichen Neubauanforderungen. Das Gebäude ist vollständig barrierefrei, entspricht dem Goldzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und verfügt über eine begrünte Dachfläche, die ökologische Vielfalt fördert und das Mikroklima am Standort verbessert.
Die Goldbeck-Niederlassung Münster realisiert das neue Verwaltungsgebäude in systematisierter Bauweise: Das Unternehmen fertigt wesentliche Bauelemente industriell in eigenen Werken vor und montiert sie anschließend passgenau auf der Baustelle. Dies ermöglicht eine wirtschaftliche, schnelle und qualitativ hochwertige Umsetzung. Das Bürogebäude erstreckt sich über fünf Vollgeschosse plus Technikgeschoss.
Erfolgreiches ÖPP-Verfahren als Fundament
Das Bauvorhaben wird als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) realisiert, wodurch neben der Planung und dem Bau auch der anschließende Betrieb für die kommenden 25 Jahre ganzheitlich vergeben wurde.„Öffentlich-Private Partnerschaften ermöglichen es, Bau und langfristigen Betrieb von Anfang an gemeinsam zu denken“, sagt Carsten Hense, Geschäftsführer der Goldbeck Public Partner GmbH. „Durch die 25-jährige Zusammenarbeit übernehmen wir Verantwortung über die Bauphase hinaus – von Wartung und Instandhaltung bis zum Energiemanagement. So sichern wir dauerhaft eine hohe Gebäudequalität und planbare Betriebskosten und reduzieren das Nutzerrisiko für unsere öffentlichen Auftraggeber im Bereich von Verwaltungs-, Bildungs- und Sicherheitsbauten.“
Unser Team der hpm hat die Unfallkasse NRW gemeinsam mit unserem Partner JT Solutions GmbH bereits in der intensiven Vorbereitungs- und Vergabephase als strategischer Partner beraten. Wir zeichneten unter anderem für die Fortschreibung der Bedarfsplanung, die Erstellung der Funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) Bau sowie die Betreuung des anspruchsvollen Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb verantwortlich. Mit der Vertragsunterzeichnung im Sommer 2025 konnte diese entscheidende Phase im Rahmen der gesetzten wirtschaftlichen und terminlichen Vorgaben erfolgreich abgeschlossen werden.
Nächste Schritte: Baucontrolling bis zur Inbetriebnahme 2028
Mit dem erfolgten Baustart wächst das Gebäude nun in die Höhe. Für unsere Spezialistinnen und Spezialisten beginnt damit nahtlos die nächste Projektphase: Im Rahmen des Planungs- und Baucontrollings stellen wir sicher, dass die Anforderungen aus der Funktionalen Leistungsbeschreibung vertragsgemäß auf der Baustelle umgesetzt werden, und wahren so die Interessen des Bauherrn. Die Fertigstellung der baulichen Anlagen ist für Ende 2027 geplant, sodass die feierliche Inbetriebnahme und der Einzug der Belegschaft im Jahr 2028 stattfinden können.
Projektbeteiligte
- ÖP-Partner: Goldbeck Public Partner GmbH
- Generalübernehmer: GOLDBECK Nord GmbH Niederlassung Münster
- Objektplanung: Architekturbüro MAAS & PARTNER
- Freianlagen: Heuschneider Landschaftsarchitekten PartG mbB