Wie lässt sich hochwertiger Wohn- und Gewerbebau wirtschaftlich realisieren? Bei der Woche der Baukultur zeigte hpm anhand eines Gebäudetyp-E-Projekts in Dresden-Pieschen, wie gezielte Vereinfachungen Kosten senken und Prozesse beschleunigen können.
Das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung veranstaltete vom 22. bis 26. Juni die Woche der Baukultur 2026. Bei der Veranstaltung „Einfach Bauen in Sachsen“ am 23. Juni präsentierten Akteure aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand in kurzen Impulsvorträgen gelungene Projekte und Maßnahmen zur Vereinfachung des Bauens. Die bis auf den letzten Platz ausgebuchte Veranstaltung richtete sich an Planende, Bauaufsichten, Ausführende und weitere Interessierte.
Unsere Prokuristin Silke Grombach, selbst Architektin mit langjähriger Erfahrung in der Projektsteuerung, stellte die Entwicklung des Gebäudetyp-E-Projekts einer Quartiersbebauung in Dresden-Pieschen vor. Das Projekt verbindet Handel und Wohnen, zeichnet sich durch eine hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität sowie einen intensiv begrünten Innenhof aus und profitiert zudem von seiner attraktiven Lage direkt an der Elbe. Die Projektleiterin gab Einblicke in die projektbezogene Erarbeitung teils weitreichender Vereinfachungen – in Konzept, Konstruktion und Ausstattung ebenso wie bei der Beschleunigung von Planungs-, Genehmigungs- und Bauprozessen. Die Summe dieser Entscheidungen führt zu relevanten und für Bauherren und Investoren sehr interessanten Kostenkennwerten, die das Projekt letztlich überhaupt ermöglichen.
Die vorgestellte Methodik lässt sich auch auf andere Bauvorhaben übertragen. hpm ermutigt Bauherren, Investoren und Planungsteams, vertraute Standards und Prozesse kritisch zu hinterfragen und neue, unkonventionelle Wege zu gehen. Denn einfaches Bauen bedeutet vor allem: kostengünstig bauen.
Sie hätten den Vortrag auch gern gehört? Am 26. Oktober 2026 bietet sich im Leipziger Büro der Architektenkammer Sachsen (Dorotheenplatz 3) eine zweite Chance, die Projektvorstellung durch Silke Grombach im Rahmen der „Leipziger Runde“ zu erleben. Die regelmäßige Zusammenkunft zur Besprechung baukultureller und berufspolitischer Themen ist offen für jeden, eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich.