Nachdem wir Ende vergangenen Jahres den erfolgreichen Abschluss der Generalübernehmer-Vergabe vermelden durften, geht es nun auf dem Radeberger Eschebach-Areal in die Umsetzung: Mit dem feierlichen Spatenstich am Mittwoch fiel der offizielle Startschuss für den Neubau der Außenstelle des Humboldt-Gymnasiums. Unser Team, das bereits die komplexe GÜ-Ausschreibung betreut hat, begleitet das Bauvorhaben im Auftrag des Landkreises Bautzen nun nahtlos mit Leistungen des Projektcontrollings weiter.
Moderne Lernumgebung für 500 Schülerinnen und Schüler
Das Neubauprojekt ist eine dringende und zukunftsweisende Antwort auf die steigenden Schülerzahlen im Westen des Landkreises. Mit der neuen Außenstelle an der Bahnhofstraße entsteht ein moderner Schulkomplex, der künftig den fünften bis siebten Klassen Platz bietet. Das bisher genutzte, stark sanierungsbedürftige Nebengebäude an der Stadtkirche wird damit abgelöst.
Auf die rund 500 Schülerinnen und Schüler warten nach der Fertigstellung exzellente Lernbedingungen: Das Raumprogramm umfasst 18 helle Klassen- und Fachunterrichtsräume sowie eine großzügige Mensa beziehungsweise Aula. Eine ansprechende Außenanlage mit einem „grünen Klassenzimmer“ rundet das pädagogische Konzept architektonisch ab. Für das Projekt rechnet das Landratsamt mit Gesamtkosten von rund 23,3 Millionen Euro, wovon der Freistaat Sachsen etwa zwölf Millionen Euro an Fördermitteln beisteuert. Die verbleibenden rund elf Millionen Euro trägt der Landkreis aus Eigenmitteln.
Auch Landrat Udo Witschas unterstrich beim Vor-Ort-Termin das klare Bekenntnis zum Schulstandort Radeberg und ordnete die hohe Eigenbeteiligung des Landkreises ein: „Investitionen in die Kinder und Jugendlichen halten wir für die beste Wirtschaftsförderung.“
Initialzündung für eine historische Industriebrache
Das Bauvorhaben ist nicht nur schulpolitisch ein Meilenstein, sondern auch städtebaulich von enormer Tragweite. Das brachliegende Gelände der ehemaligen Eschebachwerke erwacht nach über 20 Jahren aus dem Dornröschenschlaf. Radebergs Oberbürgermeister Frank Höhme betonte beim Spatenstich die Bedeutung für die Stadtentwicklung: „Nach jahrelanger Zeit des absoluten Stillstandes tut sich an diesem bislang trostlosen Ort in bester Lage endlich etwas.“ Der Schulneubau fungiere dabei als entscheidende Initialzündung für die weitere Revitalisierung des gesamten Areals.
Um das künftige Schulumfeld zusätzlich aufzuwerten, ist in Abstimmung mit dem Denkmalschutz zudem der Abbruch benachbarter Ruinen vorgesehen, wo perspektivisch eine neue Turnhalle entstehen soll.
Zügiger Baufortschritt bis 2027 anvisiert
Dem Spatenstich gingen umfangreiche vorbereitende Maßnahmen voraus. In den Jahren 2024 und 2025 wurden auf dem Gelände alte Ruinen zurückgebaut und Altlasten fachgerecht entsorgt. Nach der intensiven Planungs- und Vorbereitungsphase durch den Generalunternehmer DIW GmbH aus Kamenz beginnen nun unmittelbar die Tiefbauarbeiten samt Verlegung der Grundleitungen. Anschließend wird sich das Baufeld dann sichtbar in die Höhe entwickeln.
Unser Team der Projektsteuerung wird die termin-, qualitäts- und kostengerechte Umsetzung der Bauphasen engmaschig überwachen. Ziel aller Projektbeteiligten ist, bis zum Sommer 2027 den Gesamtkomplex fertigzustellen, sodass die Schülerinnen und Schüler pünktlich zum Schuljahresbeginn 2027/28 ihre neuen, modernen Räumlichkeiten beziehen können. Wir freuen uns darauf, dieses stadtprägende Leuchtturmprojekt als verlässlicher Partner weiter aktiv mitzugestalten.
Lesen Sie dazu auch:
- Meldung des Landkreises Bautzen vom 18.03.2026: „Spatenstich für die neue Außenstelle des Humboldt-Gymnasiums Radeberg“
- Sächsische Zeitung vom 18.03.2026: „Humboldt-Gymnasium in Radeberg: Neubau der neuen Außenstelle beginnt“
Projektbeteiligte
- Generalübernehmer: Dresdner Industrie- u. Wohnungsbaugesellschaft mbH
- Objektplanung: RBZ Generalplanungsgesellschaft mbH
- Tragwerk: Jäger Ingenieure GmbH
- Technische Ausrüstung: GESA mbH Ing. f. Techn. Gesamtpl.
- Freianlagen: Planungsbüro Schubert GmbH & Co. KG
- Tragwerksprüfung: Braun, Schöps & Partner Ingenieure mbB
- Brandschutz: BBS Ingenieurpartnerschaft mbH
- Ingenieurbauwerke: d+p dähnekamp + partner
- Bauphysik: GENEST und Partner Ingenieurges. mbH
- Baugrunduntersuchung: Erdbaulaboratorium Dresden GmbH