Auf dem Gelände des Prohliser Bades befinden sich die 1988 errichtete Schwimmhalle mit einem 25m-Becken und ein Freibad, welche derzeit zusammen nutzbar sind und auch künftig als Kombibad betrieben werden sollen. Aufgrund des schlechten baulichen und technischen Zustandes muss die Schwimmhalle durch einen Neubau mit Schwimmbecken, Lehrschwimmbecken und einem Kinderbereich ersetzt werden. In diesem Zusammenhang sind auch die Außenanlagen einschließlich des Freibadbereiches neu zu konzipieren. Bei der Neugestaltung sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen aus dem Sport- und Freizeitbereich besondere Berücksichtigung finden. Aus der gemeinsamen Nutzung von Umkleide- und Technikbereichen werden Synergien für den Betrieb erwartet.

Das durch die hpm Henkel Projektmanagement GmbH erfolgreich betreute VOF-Verfahren zur Vergabe von Generalplanungsleistungen (Objektplanung, Freianlagen, Tragwerk, Technische Ausrüstung, Bauphysik, Brandschutz, Bauakustik) mit stufenweisem Lösungsvorschlag für den Ersatzneubau des Prohliser Schwimm- und Freibades wurde im Juli 2016 beendet. In einer ersten Stufe wurden 9 Bewerber zur Entwicklung eines städtebaulichen Konzeptes aufgefordert. Die drei besten städtebaulichen Ideen wurden in einer 2.Stufe mit der Entwicklung eines funktionalen Konzeptes, insbesondere der äußeren und innenräumlichen Gestaltung der Schwimmhalle beauftragt. Aus dem Verhandlungsverfahren ging das Büro Krieger Architekten I Ingenieure GmbH als erstplatzierter Bieter hervor.

Die von diesem Büro vorgeschlagene Lösung überzeugt durch die repräsentative Neuanordnung der Schwimmhalle an der Prohliser Allee mit direktem Bezug zum öffentlichen Raum. Dadurch wird die Außenwahrnehmung des Sport- und Freizeitangebotes künftig gestärkt. Die gestalterische Verbindung der Schwimmhalle, des Freibades und der neugestalteten Freianlagen schafft kurze Wegeverbindungen und vereinfacht den Betrieb.