Am heutigen Freitag, den 03. Mai 2019 fand in Chemnitz die feierliche Grundsteinlegung für das neue Büro- und Geschäftshaus mit Hotel am Johannisplatz statt. hpm ist mit der Projektsteuerung für den Hauptmieter eins energie in sachsen GmbH & Co. KG beauftragt und hatte vorher das europaweite Vergabeverfahren vorbereitet und durchgeführt.

In exponierter Chemnitzer Innenstadtlage, zwischen dem Staatlichen Museum für Archäologie (smac) und dem Johannisplatz, entsteht bis 2021 ein innovatives Büro- und Geschäftshaus mit Hotel. Initiator des Bauvorhabens ist der mehrheitlich kommunale Energieversorger eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, der Anfang 2017 Pläne für den Bau einer neuen Firmenzentrale ankündigte. Da das Unternehmen jedoch nicht selbst als Bauherr auftritt, wurde das Projekt als Mietmodell realisiert.

Vergabeberatung und Projektsteuerung aus einer Hand

Mit Beratung der hpm Henkel Projektmanagement GmbH suchte eins in einer EU-weiten Ausschreibung einen Investor, der den Komplex am festgelegten Standort eigenverantwortlich errichtet und anschließend für 15 bis 20 Jahre an den Energieversorger vermietet. Leistungsgegenstand der Beauftragung war die Vermietung von Büroflächen und Stellplätzen inklusive aller hierzu erforderlichen Leistungen, darunter Projektentwicklung, Planungsleistungen, schlüsselfertiger Neubau, Bauzeitfinanzierung und Betrieb. Den Zuschlag erhielt das Angebot des Mannheimer Projektentwicklers Fay Projects.

Dieses sieht auf der rund 5.700 Quadratmeter großen Fläche ein modernes, sechsgeschossiges Gebäude mit großer Glasfassade vor, das am Johannisplatz an das ehemalige Bundesbankgebäude anschließt. Dort sind neben dem Haupteingang zur eins-Zentrale mehrere Läden mit Schaufenstern sowie eine Durchfahrt zum Hof mit Parkhaus geplant. Die 200 unterirdischen und 150 Hochgaragenstellplätze sind ausschließlich für Hotelgäste und Beschäftigte in dem Komplex bestimmt. Am anderen Ende an der Bahnhofsstraße nahe dem ehemaligen Kaufhaus Schocken schließt sich ein neues Hotel mit 150 bis 200 Zimmern an.

Ein wichtiger Baustein der Chemnitzer Stadtgestaltung

Am heutigen Freitag nun konnte im Beisein verschiedener Vertreter aus Politik, Aufsichtsrat der eins, des Bauherren, Planer, Baufirmen, weiterer Projektbeteiligter und zahlreicher Pressevertreter in einer feierlichen Zeremonie der Grundstein auf dem Baufeld gelegt werden. In ihrer vorangegangenen Ansprache im anliegenden Café Schocken würdigte Chemnitz‘ Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig das Vorhaben als „wichtigen Baustein der Chemnitzer Stadtgestaltung zur Schließung von Kriegsbaulücken“.

Jörg Rudloff, Geschäftsführer der planenden Architekten von TCHOBAN VOSS, sowie Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung, lobten den hohen professionellen Teamgeist aller am Vorhaben Beteiligten: Nur so konnte und könne der ehrgeizige Terminplan realisiert werden. Spätestens im Sommer 2021 will der Versorger den Neubau mit rund 500 Angestellten beziehen. Auf 13.500 Quadratmetern Mietfläche werden dann die beiden bisherigen Verwaltungsstandorte an der Augustusburger Straße sowie an der Straße der Nationen zusammengelegt.

Lesen Sie auch den Beitrag im Wochenendspiegel oder den Kurzbericht der Freien Presse Chemnitz.