An der Ecke Luboldtstraße/ Lahmannring auf dem Weißen Hirsch in Dresden, wo sich heute der Frida-Markt des Dresdner Konsums mit zugehörigem Parkplatz befindet, plant die Hans-Rudolf-Stiftung die Errichtung eines Neubaus. Entstehen soll ein Gebäude mit einem Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen. Da sich der Frida-Standort großer Beliebtheit erfreut, soll dieser auch in Zukunft den Bewohnern des Weißen Hirsches erhalten bleiben.

Qualitative Architektur dank Gutachterverfahren

Um für den Standort eine zeitgemäße und attraktive Lösung zu finden, die sich angemessen in das städtebauliche Umfeld einfügt, führte die Hans-Rudolf-Stiftung ein Gutachterverfahren durch. „Tchoban Voss Architekten haben in ihrem Wettbewerbsentwurf eine städtebaulich und architektonisch sehr gute Lösung mit Unikat-Charakter für den Weißen Hirsch geschaffen, welche sich harmonisch in das Quartier integriert und angemessen auf die denkmalgeschützte Umgebungsbebauung reagiert“, erklärt Thomas Henkel, Geschäftsführer der hpm Henkel Projektmanagement, im Namen der HR-Stiftung.

Neuer Frida-Markt und Wohnungsmix

Am vergangenen Donnerstag stellte die Stiftung gemeinsam mit hpm als Projektsteuerer sowie dem Planungsteam den aktuellen Planungsstand in der Stadtbezirksbeiratssitzung vor. Der Supermarkt wird als Anker der Bauaufgabe das komplette Erdgeschoss belegen, in den Obergeschossen wird das Gebäude durch einen Wohnungsmix aus 2-, 3- und 4-Raumwohnungen ergänzt. Der zentrale Platz hinter dem alten Kurhausgebäude wird mit mehr Grünflächen und großkronigen Bäumen neu angelegt, wobei die beiden alten Linden erhalten bleiben. Der Stadt war es wichtig, dass Anwohner sich hier gern aufhalten.

Baubeginn soll Ende 2021 bzw. Anfang 2022 sein. Bis 16.12.2020 können sich interessierte BürgerInnen über die Wettbewerbsarbeiten sowie den aktuelle Planungsstand im Stadtbezirksamt Loschwitz im Rahmen einer Ausstellung informieren.

Über die Hans-Rudolf-Stiftung

Die 1969 gegründete Hans-Rudolf-Stiftung mit Sitz in München unterstützt junge Menschen bei ihrem Studienvorhaben mit Stipendien. Dadurch soll ihnen ermöglicht werden, sich entsprechend ihren Begabungen und Fähigkeiten unabhängig von ihren finanziellen Voraussetzungen zu entwickeln. Neben dem ehemaligen Kurhaus und den früheren Parklichtspielen erwarb die Stiftung 2017 auch die Gebäude des Frida-Marktes sowie des Getränkemarktes.

Lesen Sie auch: „Neubau für den Weißen Hirsch“, Sächsische Zeitung vom 6.12.2020