Es ist das größte Bauvorhaben der Stadt Meißen seit Jahren: Ab September 2019 wird die Questenberg-Grundschule für über 15 Mio. Euro saniert und durch einen Neubau ergänzt. Zur Gesamtmaßnahme gehören außerdem die Errichtung einer Einfeldsporthalle und die Gestaltung der Außenanlagen. Die hpm Henkel Projektmanagement GmbH unterstützt das Projekt seit April 2019 in Vergabe, Projektsteuerung und Fördermittel-Management.

Sanierung des Altbaus und umfangreiche Neugestaltung

Bisher besteht die Questenberg-Grundschule im linkselbischen Stadtteil Triebischtal aus drei Baukörpern: Dem Hauptgebäude ca. aus dem Jahr 1900, einem Anbau von 1988 sowie einer Sporthalle mit Heizungsanlage, die früher als Gasthof diente. Erhalten und saniert wird nur der historische Hauptbau, die anderen beiden Gebäude werden abgebrochen. Der Altbau wurde bis heute mehrfach um- und ausgebaut, sodass der Originalzustand nur noch in Teilen erhalten und kein Denkmalschutz zu berücksichtigen ist.

Zusammen mit einem modernen Erweiterungsbau ist die Questenberg-Grundschule zukünftig für eine maximale Nutzung von 336 Schüler/innen sowie bis zu 32 Mitarbeiter/innen (Lehrer/innen, Hortpersonal, technisches Personal) konzipiert. Zwei Klassenräume können als zusätzliche Horträume genutzt werden, so dass die Schule formal für 2,5 Klassenzüge ausgelegt ist. Die Einfeldhalle mit Spielfeldabmessungen von 15 x 27 Metern sowie deren Nebenräume bilden den nordwestlichen Abschluss des Gebäudekomplexes.

Die Planungsbeteiligten

Verantwortlicher Architekt für die Gebäudeplanung ist die RiegerArchitektur Partnerschaft freier Architekten mbB. Sie bilden eine Arbeitsgemeinschaft mit den Evergreen Landschaftsarchitekten und der uhlig.seidler Partnerschaftsgesellschaft mbB, die die Freianlagen gestalten. Diese setzen sich aus Pausenhof, Sportfreiflächen sowie weiteren Flächen für Hortnutzung, grünes Klassenzimmer und Schulgarten zusammen. Am 26. Juni stellte hpm als Projektsteuerer und Fördermittel-Manager dem Bauausschuss erstmals den aktuellen Stand vor.

 

Förderung als stadtteilprägendes Projekt

Die Questenberg-Grundschule ist in Trägerschaft der Großen Kreisstadt Meißen, ihr Einzugsbereich umfasst insbesondere den Stadtteil Triebischtal. Dort besitzt die Grundschule sowohl hinsichtlich der Bildungs-Infrastruktur als auch aus sozialer Sicht eine Schlüsselposition für das Gebiet. Die Sanierung und bauliche Aufwertung soll daher nicht nur die grundlegende pädagogische Arbeit laut Bildungsauftrag ermöglichen. Die Stadt will darüber hinaus weitere sozialpädagogische Angebote für das umliegende Wohngebiet etablieren, Integrationsklassen schaffen, Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche anbieten und die Vereinstätigkeit fördern.

Architekturentwurf der Questenberg-Grundschule, Ansichten des Hofes und des Eingangs, Quelle: RiegerArchitektur Partnerschaft freier Architekten mbB

 

So soll am Questenberg ein stadtteilprägendes Gesamtensemble entstehen, das maßgeblich zur Sozialstruktur und Identifikation der Bevölkerung mit dem Stadtteil beiträgt und diesen auch für Zuzüge interessanter macht. Diese Ziele qualifizieren das Projekt für eine umfangreiche Förderung aus drei Programmen: dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Integrierte Stadtentwicklung, Handlungsfeld Armutsbekämpfung), der „Schulischen Infrastruktur“ (FöriSIF) der Sächsischen AufbauBank sowie dem Programm „Stadtumbau“ des Bundes. Damit kann die Stadt Meißen über 50 Prozent der Kosten aus Fördermitteln erbringen.