hpm on tour: Besuch Dresdner Fernsehturm und Baustellenbesichtigung Heinz-Steyer-Stadion

Das Team der hpm Henkel Projektmanagement GmbH bein Baustellenbesuch auf dem Fernsehturm Dresden, Foto: hpm

Als gute Projektsteuerer und Baumanager sind wir nicht nur regelmäßig auf den „eigenen“ Baustellen unterwegs, sondern lernen auch gern aus den Erfahrungen von KollegInnen – ob intern oder extern. Auch im Sommer setzten wir deshalb unsere regelmäßigen Baustellenbegehungen fort: hoch über Dresden auf dem Fernsehturm und mit Bauhelm auf der Tribüne im Heinz-Steyer-Stadion.

Fernsehturm Dresden

Im Mai hatten wir die seltene Gelegenheit, den Dresdner Fernsehturm zu besichtigen. Bis 1991 besuchten jährlich über 200.000 Touristen und Dresdner das Gebäude, dann wurde es für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Wiederbelebung des Dresdner Fernsehturms als Kulturdenkmal und Wahrzeichen der Stadt ist eine Herzensangelegenheit der Landeshauptstadt und ihrer Bewohner.

Unmittelbar im Anschluss an die ersten Verhandlungsgespräche mit Bewerbern auf die Generalplanung fuhr unser Team für Vergabeberatung zum Oberwachwitzer Weg 37 im Stadtbezirk Loschwitz, wo bereits weitere KollegInnen warteten. Begleitet und fachkundig geführt wurden wir vom Team der DFMG Deutschen Funkturm GmbH, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG, Infrastrukturdienstleister für Funknetzbetreiber und Eigentümerin des Fernsehturms. Sie zeigten uns nicht nur die entkernten Besucherräume und die Aussichtsplattform, sondern auch die technische Ausstattung für den Funkbetrieb, für dessen Aufrechterhaltung in den vergangenen Jahren regelmäßig Erhaltungsmaßnahmen am Fernsehturm durchgeführt wurden.

Mittlerweile ist der Generalplaner bezuschlagt und der Planungsstart mit allen Beteiligten erfolgt. Mehr Informationen zur Historie sowie den zukünftigen Plänen finden Sie in unserem früheren Beitrag, bei der Landeshauptstadt oder in aktuellen Presseberichten.

Heinz-Steyer-Stadion

Im Juni dann erhielten wir die Chance auf eine exklusive Baustellenführung durch das Heinz-Steyer-Stadion mit Florian Brandenburg, Teamleiter Sonderbau bei der STESAD GmbH. Seit Oktober 2021 lässt die Landeshauptstadt Dresden das Heinz-Steyer-Stadion zu einer modernen und multifunktionalen Sport- und Veranstaltungsstätte für den Leistungs- und Breitensport umbauen. Die Projektsteuerung für den Um- und Ausbau liegt in Verantwortung der städtischen STESAD GmbH.

Nutzungsschwerpunkte werden weiterhin Leichtathletik, American Football und Fußball sein. Nach der Fertigstellung wird das Heinz-Steyer-Stadion eine der wenigen Arenen in Deutschland sein, die den Ansprüchen für nationale und internationale Leichtathletikmeisterschaften erfüllt. Das Stadion erhält 5.000 überdachte Sitzplätze. Durch mobile Tribünen in den Kurvenbereichen kann die Zuschauerkapazität zeitweise auf bis zu 15.000 Personen erweitert werden. Das schafft die Voraussetzung für größere nationale Veranstaltungen in Dresden wie die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften.

Verantwortlich für den Bau des Stadions und der Plaza ist die Arbeitsgemeinschaft BAM Sports GmbH/BAM Deutschland AG – heute ZECH Sports GmbH/ZECH Hochbau AG. Sie hatte sich 2020 in einem internationalen Wettbewerb als Sieger für den Bau des neuen Heinz-Steyer-Stadions durchgesetzt und mit der Landeshauptstadt Dresden einen Generalübernehmervertrag geschlossen.

Herzstück des Stadions ist die multifunktionale Südtribüne. Hier entstehen auf vier Etagen mit 7.500 Quadratmetern Nutzfläche eine neue Fechthalle mit zehn Fechtbahnen, ein Squashbereich mit fünf Courts, ein sportartübergreifender Kraft- und Athletikbereich sowie ein Multifunktionsraum, der für Sport und Bildung sowie als VIP-Bereich genutzt werden kann. Ebenso entstehen Räume für Radsport, Ballett, Gymnastik und Kursangebote. Hinzu kommen Büros und Räume für Dresdner Sportvereine, Verbände und sportnahe Dienstleistungen sowie ein medizinisch-wissenschaftliches Zentrum für Leistungsdiagnostik und Sportmedizin. Neben den Dresden Monarchs, den Abteilungen Fußball, Leichtathletik und Radsport des DSC sowie dem Dresdner Fecht-Club 1998 werden unter anderem auch der Postsportverein Dresden, der 1. FFC Fortuna Dresden, der FSV Lokomotive Dresden, der 1. Squash Club Dresden sowie verschiedene Ballett- und Tanzgruppen hier eine neue, sportliche Heimat finden.

Auch unter energetischen Gesichtspunkten wird das Stadion Maßstäbe setzen. Auf dem Gebäudedach wird eine Photovoltaikanlage installiert, die etwa 300.000 kWh pro Jahr Strom produziert und damit das Stadion, den Sportpark Ostra und zum Teil die JOYNEXT Arena versorgt. Ein umlaufender Flutlichtkranz integriert bereits vorhandene Teile des Stadions wie die Nordtribüne. Als zentraler Eingangsbereich zum Sportpark Ostra entsteht zwischen Ballsport Arena und Heinz-Steyer-Stadion eine Plaza.

Einen umfangreichen Einblick in die Baufortschritte gibt die Website der Landeshauptstadt Dresden.